Tag 3

Heute Morgen wurden wir schon durch ein etwas deutlicheres Schaukeln in der Koje geweckt, der Wind pfiff durch die Wanten und ließ nichts Gutes verheißen. Sonnenschein, blauer Himmel – aber Windböen, die es in sich hatten. So ließen wir uns dann auch schön Zeit beim Duschen und Frühstücken. Der Hafen sollte ja W-lan haben, dies wurde uns irgendwie zum Verhängnis, es funktionierte keines mehr unserer vielen Apple-Geräte. Einzig mein iPhone leistet noch Dienst, so dauerte es auch entsprechend bis wir das Wetter checken konnten. Da … auf einmal sollte sich das Wetter beruhigen und bei 4 -5 Windstärken mit genialem Westwind wurden schnell die Sachen gepackt, noch ein Stempel im Meilenbuch beim Hafenmeister abholt. Erfahren, dass in der Nacht ins Hafenkontor eingebrochen wurde – alles Bargeld weg! Echt ein Hammer, vor den Langfingern ist man nicht einmal im Hafen sicher – warum auch?!? Die gibt es halt überall.

Aber weiter, schnell wurde das Schiff startklar gemacht, wir ab in unsere Offshore-Kleidung (Jette nur in die Schwimmweste, Offshore-Kleidung haben wir für sie noch nicht ;o)). Im Übrigen ist Jette der absolute „See“-Hund -sie genießt das Segeln total. Ist doch eine echte Steinkühler, die Jette.

Ob Ihr es glaubt oder nicht – unser Hafenmanöver hat heute echt super geklappt. Um 11.30 Uhr raus aus der engen Box – rückwärts, dann eingeschlagen und raus aus dem Hafen von Hals – tschüss!
Wieder unter Motor, diesmal aber mit Wellen- und Rückenwind waren wir nach 30 Minuten an allen Untiefen vorbei und hatten tiefes Wasser und super Westwind vor uns. Wir hatten ganz schönen Wind, so dass wir uns „nur“ für die Genua entschieden und die auch nur teilweise so ca. 50% geöffnet haben. Aber alleine damit bekamen wir zwischen 5 und 8 Knoten (lt. GPS) Geschwindigkeit hin. Die Bellis rennt wie verrückt – macht total viel Spaß. Der Kurs liegt an 147° und ab geht es die nächsten 45 sm abreißen. Zu Beginn war der Wind echt heftig und wir hatten ganz schön mit Böen zu tun, dazu kamen so um die 2 Meter hohe Wellen von achtern und Steuerbord achteraus. Es machte irre Spass und wir legten Stecke zurück – unglaublich. Nach ca. 3 Stunden flaute dann der Wind ein wenig ab – wir öffnete die Genau vollständig (lief wie Schmitz Katze), so dass wir in etwas ruhigerem Wasser noch 5 – 6 Knoten machten. Ca. 8 – 10 sm vor Grenaa machte uns der Wind dann in Form von heftigen Böen zu schaffen, er schmiss das Boot mal eben um 10 – 20 ° Richtung Steuerbord, so dass wir zielsicher auf den Leuchtturm zu hielten. Konnten das natürlich immer wieder gut korrigieren, aber da merkt man erst einmal welche Urgewalt der Wind ist. Dann endlich um 18.30 Uhr in der Ansteuerung auf Grenaa – etwas weniger Wind. In der Hoffnung, dass dann auch das bevorstehende Hafenmanöver gelingt. Ist ja mittlerweile unsere Angstpartie.

Es waren dann auch ein paar Boxen frei und wir unternahmen mutig unseren erneuten Versuch des Hafenmanövers …. mehr erzählen wir hier nicht, den Rest dazu erzählen wir, wenn Ihr uns zu Hause darauf ansprecht.

Für morgen ist nun endgültig schlechtes Wetter prognostiziert, so dass die Wahrscheinlichkeit hoch ist, hier einen weitern Tag zu verbringen. Mal schauen – wir kennen Grenaa ja schon von unseren Dänemarkbesuchen. Hier gibt es das bekannte Kattegat-Centre – ein totales Erlebnis für Groß und Klein – in einem riesigen Aquarium schwimmen im Tunnel Hai über Dich hinweg. Es ist Piet’s absolutes Superaquarium – also sollten wir eine Zwangspause einlegen müssen, dann wisst Ihr ja, wo ihr uns morgen findet ;o).

So, bis demnächst, viele liebe Grüße
Marc, Piet, Jette und Anja

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