Tag 9

Moin, Moin,

bin mir immer noch nicht sicher, ob Euch meine E-Mails erreichen?!?
Aber wenn ich es erst einmal geschrieben habe, kann ich es ja zumindest im Nachhinein noch einmal an alle versenden, auch wenn es dann den eigentlichen Zweck – Euch auf dem Laufenden zu halten – verfehlt hat.

Tag 9
Wir hatten am Vorabend noch alles gecheckt für die Weiterfahrt gleich am nächsten Morgen, wohlwissend, dass das Wetter sich verändern sollte. Vom Kattegat her kamen Sturmwarnungen und unsere Wetterprognose aus dem Internet zeigte vom Kattegat kommend Windstärken in den höheren Bereichen an, sodass es unsere Idee war, noch vor dem Sturm vorweg zu segeln. Hier bei uns im Belt und Sund sah es vormittags laut Prognose noch gut aus.
Tja, so viel zu dem Plan … morgens merkten wir schon am vehementen Anklopfen des Regens an die Bellis und den doch ziemlich spürbaren Windböen, dass an eine Weiterfahrt heute nicht zu denken war. Auch gut, dann doch einen schönen Tag in Assens.
Also ausgiebig auch hier die sanitären Einrichtungen in Augenschein genommen, und nicht nur das, wir haben sie auch benutzt. Männlein und Weiblein sind hier getrennt. Alles funktional, aber auch hier dürfte mal wieder Hand im Sinne von Renovierung angelegt werden. Ansonsten sind aber die Duschen und der Waschbeckenbereich verhältnismäßig großzügig gestaltet. Zumindest für die Vorsaison. Ich frage mich immer, wie das hier wohl überall aussieht, wenn Hochsaison ist?!
Die Duschen funktionieren hier mal ganz anders, d. h. natürlich nicht die Duschen, sondern das Abrechnungsverfahren. Karte in den Automaten gesteckt und dann wird für jede 30 Sekunden 1 DKK abgezogen. Toll fand ich, dass man auf einen Sensorknopf an der Dusche drücken konnte und somit die Dusche und Zeit angehalten wurde.

Marc, Piet und Jette sind nach dem Duschen zum Brötchen holen mit dem Fahrrad gefahren . Ihr habt richtig gelesen: mit dem Fahrrad!!! Das ist doch mal eine tolle Einrichtung: Vor dem Hafenkontor stehen mehrere Fahrräder, die man sich kostenlos nehmen und damit rumfahren darf. Piet hatte großen Spaß daran. Es handelt sich um sehr einfache Fahrräder, aber immerhin.

Wir haben dann ausgiebig gefrühstückt (den leckeren Shrimpssalat und die Fischleckereien noch aus Juelsminde), klar Schiff gemacht und dann das Meilenbuch für unseren Stempel vorbereitet.
Ab dann zum Hafenkontor, stempeln lassen und gleich weiter in den Marina-Shop hier im Hafen von Assens. Der war mal richtig gut durchsortiert – von Pantryausstattung inkl. Gasherd, Tischdecken, GESCHIRR (wieder unseres! um 8 Wassergläser und 4 Kaffeebecher erweitert), Teakeinrichtungsgegenständen für die Segelyacht, über Signalmittel, Fender …, Klamotten bis hin sogar zu Bordtoiletten. Nebenbei unterhält der Inhaber auch noch gleich hinten eine Segelmacherei.
Hat Spaß gemacht – hier rum zu stöbern. Dann weiter in den Stadtkern von Assens, der unmittelbar an den Yachthafen anschließt. Ist DAS ein schöner Ort!!! Lauter alte Häuser beginnend aus dem 16. Jahrhundert. Da hängt Haus an Haus. Größere und längere, flachere und kleinere reiht sich ein Haus an das nächste. Zwischenräume gibt es da keine und alle sind sie total saniert und hergerichtet. Mittendrin auf einmal Häuser, die einen riesigen Hinterhof haben und das Gebäude ist im Karree mit eigenem Innenhof erbaut und darin befinden sich dann auch weitere Geschäfte. Hierbei handelt es sich um die alten Kaufmannshöfe und man erahnt noch den Flair und das Treiben der alten Handelsstadt. Einfach nur schön und bewundernswert.

Auf dem Rückweg haben wir dann noch einmal bei unserem Superbrugsen (Supermarkt) Halt gemacht, um noch ein paar Lebensmittel einzukaufen und dann ab auf die Bellis.
Hier haben wir den Nachmittag rumgeschlonzt und Jette’s 8. Geburtstag gefeiert – habe im Supermarkt für sie „Fiskesandwich“ für den Hund als Leckerli gekauft. Sie liebt die Dinger.

Ansonsten haben wir uns mit der Ankunft in Marina Minde beschäftigt und den Törn von Marina Minde nach Göteborg (Abholen unseres Autos) geplant. Da ich in unserem Heimathafen dann schon einmal die Sachen für die Abfahrt vorbereiten soll, haben wir uns entschlossen, dass Marc den Landi abholt. Um 6.58 Uhr geht von Flensburg ein Zug über Kopenhagen nach Göteborg, der dann um 15.20 Uhr ankommt. Dort wird Marc dann von Bengt abholt und zum unserem Auto gebracht, was ja bei ihnen vor der Haustür derzeit geparkt ist. Wir gehen davon aus, dass sie noch einen Moment quatschen werden und dann muss Marc aber los. Die Strecke dauert zwar nicht so lang wie mit einer Segelyacht, aber 6 Stunden werden es auch bis nach Flensburg sein. Damit wäre der Donnerstag dann auch rum und am Freitag kommt Till um 13.15 Uhr aus Bournemonth (Südengland) zurück. Also werden wir die Tante von Denis (Tills bester Freund, der mit in Südengland ist) bitten, die Jungs abzuholen und erst einmal mit nach Schwaikheim zu nehmen. Denis Eltern kommen nämlich auch erst am Samstag aus ihrem Urlaub zurück. Wir sammeln Till dann auf der Rückfahrt ein.
So der Plan. Mal schauen, ob es sich alles so realisiert – erst einmal muss jetzt das Wetter am Mittwoch stimmen, damit wir von Assens nach Marina Minde segeln können.

Drückt uns die Daumen, liebe Grüße
Eure Seeziegen von der Bellis

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